Risikofaktoren kennen, AMD vorbeugen

Die altersbedingte Makuladegeneration kann letztendlich jeden treffen – denn wir werden alle älter. Wer jedoch die Risikofaktoren kennt, die eine Entstehung dieser Krankheit begünstigen, kann zumindest einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen um das Risiko so weit wie möglich zu minimieren. Da statistisch gesehen nur ein Drittel der Bevölkerung an AMD erkrankt, stehen die Chancen also gar nicht so schlecht, zu den anderen beiden Dritteln zu gehören.

Die Risikofaktoren für AMD

Wieder einmal führt das Rauchen eine Liste mit Risikofaktoren an. Studien haben ergeben, dass starke Raucher, die mehr als eine Schachtel Zigaretten pro Tag konsumieren, ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko haben, an einer AMD zu erkranken. Außerdem erkranken Raucher bis zu zehn Jahre früher an AMD als Nichtraucher und müssen entsprechend länger mit der Sehbehinderung leben. Es lohnt sich also – aus vielen Gründen! – mit dem Rauchen aufzuhören.

Ein weiteres Risiko stellt eine ungesunde Ernährung dar. Damit ist vor allem schweres Übergewicht gemeint, das u.a. zu Bluthochdruck und einem erhöhten Cholesterinspiegel führt, aber auch eine vitamin- und nährstoffarme Mangelernährung. Idealerweise sollten dem Körper täglich alle wichtigen Nährstoffe über frisches Obst und Gemüse, sowie weitere gesunde Nahrungsmittel wie Fisch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte zugeführt werden. Wer sich ausgewogen ernährt, kann sich dann auch ab und zu eine Currywurst mit Pommes gönnen.

Vorsicht vor der Sonne

Direkte Sonneneinstrahlung belastet nicht nur die Haut bis zu einer möglichen Hautkrebserkrankung, sondern schadet auch der Netzhaut. Daher sollte an sonnigen Tagen stets eine Sonnenbrille getragen werden – je größer die Brillengläser umso weniger UV-Licht kann zum Auge vordringen. Wichtig ist dabei natürlich, dass es sich um eine gute Sonnenbrille mit dem CE-Gütesiegel handelt. Wer sich vor der Sonnen in acht nimmt, mindert übrigens auch das Risiko, die Augenlinsen zu schädigen und an Katarakten zu erkranken.

Weitere Risikofaktoren, die sich nicht beeinflussen lassen

Kornblumenblaue Augen sind zwar viel besungen und umschwärmt, doch sie erhöhen zugleich das Risiko, an einer AMD zu erkranken: Statistisch gesehen sind blauäugige häufiger von der Krankheit betroffen als dunkeläugige Menschen. Dazu passt eine weitere Statistik: So sind hellhäutige Menschen öfter betroffen als dunkelhäutige und asiatische Menschen – die fast immer dunkle Augen haben. Allerdings ist unklar, ob diese Unterschiede in den Genen liegen oder möglicherweise in einem anderen (gesünderen) Lebensstil.

Dass die Gene einen Einfluss haben, ist jedoch unumstritten: Gibt es in der Familie bereits eine Person mit AMD, haben die Angehörigen ein dreifach erhöhtes Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. Frauen, insbesondere die über 75-jährigen, haben dabei ein höheres Risiko als Männer.

Bei der Vorbeugung kann auch die regelmäßige Untersuchung der Augen beim Augenarzt helfen: So lassen sich die ersten Symptome früh erkennen und möglicherweise noch positiv durch eine Veränderung des Lebensstils beeinflussen.

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  1. vor einem Jahr wurde bei mirAMD diagnostiziert, meine Mutter starb mit91 Jahren und war fast blind.Ich bin 73 Jahre alt und habe festgestellt, dass ich immer schlechter lesen kann, habe ständig die Augenärzte und den Optiker darauf hingewiesen, bin jetzt halbjährlich in Berlin bei 2 Augenärzten in der Kontrolle, in der Ferne kann ich noch ganz gut sehen, ich bin Diplommusikpädagpge , hatte vor drei Jahren schon Schwierigkeiten beim Notenlesen, trage eine entspiegelte Gleitsichtbrille, die sich dunkel verfärbt in der Sonne,nehme aus der Apotheke täglich eine Tablette Vitalux Plus, bin bei der Augenärztin Frau Dr Wolff und bei Herrn Dr Vellhagen in Berlin Lichtenberg in Behandlung, ich habe nie geraucht und habe mich immer gesund ernährt. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich an einer Studie teilnehmen kann, oder ein neues Präparat bekommen kann?Meine Augenärzte haben mir gar nichts verschrieben oder empfohlen.Sie beruhigen mich, aber ich merke, dass ich immer schlechter lesen kann.Da mein Mann auch kürzlich verstorben ist, weß ich mir keinen Rat.Vielleicht kann ich ja von Ihnen erfahren, was ich noch tun kann. Gibt es schriftlich. Material. Ich würde mich sehr freuen, eine Nachricht oder Hinweise zu erhalten.

    MIT freundlichen Grüßen Siegrun